Luise von Marillac

Gedenktag: 9. Mai (15.März)

12. August 1591 bei Paris, Frankreich
15. März 1660 in Paris, Frankreich

Mutter, Ordensgründerin, erste Generaloberin der Filles de la Charité
Patronin der aller sozial-caritativ Tätigen.

Biografie:

Luise von Marillac wurde am 12. August 1591 als Tochter des Adelingen Louis de Marillac und einer nicht bekannten Mutter geboren. Der Vater erkennt sie als leibliche Tochter an. Im Dominikanerinnenkloster von Poissy erhält sie eine hervorragende Ausbildung. In ihr reift der Wunsch Kapuzinerin zu werden. Aufgrund ihrer nicht stabilen Gesundheit wird ihr dazu von ihrem Beichtvater die Erlaubnis verweigert. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1604 wird sie in einer Pension für junge Frauen untergebracht und hilft dort in der Haushaltsführung.

Mit 22 Jahren wurde durch ihre Familie eine Ehe mit dem Adeligen Antoine le Gras, Sekretär der Königin Maria von Medici, arrangiert. Aus dieser Ehe geht ein Sohn, Michele, hervor. Nach nur 12 Jahren Ehe wird Luise Witwe. Sie lernt Vinzenz von Paul kennen, der ihr Beichtvater wird. Unter seinem Einfluss widmet sie ihr Leben mehr und mehr den armen, kranken und hilfsbedürftigen Menschen. 1629 betraut Vinzenz von Paul sie mit der Visitation der Caritasbruderschaften, die er am Ende der Pfarrmissionen zu gründen pflegte. Vinzenz von Paul erkannte ihr Organisationstalent und verstand es durch seinen geistlichen Beistand, ihre Stärken zu entwickeln. 1633 gründete sie zusammen mit Vinzenz von Paul die Filles de la Charité (Töchter der Christlichen Liebe).

Am 15. März 1660 verstarb sie in Paris. 

Seligsprechung: 9. Mai 1920 durch Papst Benedikt XV.

Heiligsprechung: 11. März 1934 durch Papst Pius XI.