Gianna Beretta Molla

Gedenktag: 28. April

* 4. Oktober 1922in Magenta bei Mailand, Italien
† 28. April 1962 in Ponte Nuovo di Magenta bei Mailand, Italien

Mutter, Ärztin

Biografie:

Gianna Beretta Molla war das zehnte von dreizehn Kindern einer vom katholischen Glauben geprägten Familie. Zwei ihrer Brüder wurden Priester, eine Schwester Ordensfrau.

Sie selbst engagierte sich schon als Jugendliche in der „Katholischen Aktion“. Caritativ engagierte sie sich in der „Vereinigung des heiligen Vinzenz“.

Möglichst jeden Tag nahm sie an der Eucharistie teil. Mehrere Schulwechsel und Umzüge der Familie sowie ihre angeschlagene Gesundheit belasteten die junge Gianna. Schon früh verlor sie ihre Eltern durch Krankheiten. Sie studierte Medizin in Mailand und Pavia, promovierte und eröffnete 1949 eine Praxis in ihrem Heimatort. 1952 wurde sie als Fachärztin für Kinderheilkunde approbiert und arbeitete dann in Ponte Nuovo di Magenta und in Mesero. Nachdem sie den Gedanken, ihrem Bruder bei seinem Missionseinsatz für die Kapuziner in Brasilien zu unterstützen, verworfen hatte, entschloss sie sich für eine Ehe und heiratete 1955 den Ingenieur Pietro Molla. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor.
1961 wurde Gianna erneut schwanger. Im zweiten Monat der Schwangerschaft entdeckten die Ärzte im Krankenhaus in Monza einen Tumor an ihrer Gebärmutter, der es ihr nicht erlaubt hätte, das Kind auszutragen. Im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung entschied Gianna Molla jedoch, man möge nur den Tumor entfernen, um das Leben des ungeborenen Kindes zu retten. Die schwierige Operation verlief erfolgreich, aber weitere Komplikationen waren vorauszusehen. Am Karsamstag 1962 kam ihr viertes Kind, Gianna-Emanuela zur Welt; Gianna Mollas Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends; genau eine Woche später starb sie, wenige Stunden, nachdem man sie nach Hause entlassen hatte.

Seligsprechung: 24. April 1994 durch Papst Johannes Paul II.

Heiligsprechung: 16. Mai 2004 durch Papst Johannes Paul II.