Martyrer der französischen Revolution

Louis Joseph Francois, CM

Priester der Congregation der Mission, Professor, Leiter des Seminars St. Firmin in Paris, Martyrer der französischen Revolution

* 1751 in Busigny in Nordfrankreich
† 3. September 1792 in Paris, Frankreich

Gedenktag: 3. September

Biografie

Louis Joseph Francois wurde 1751 als Sohn einer Bauernfamilie in Nordfrankreich geboren. Nach dem Abitur trat er in die Congregation der Mission (Lazaristen) ein.
Nach seiner Priesterweihe arbeitete er als Professor an verschiedenen Seminaren. Auf der Generalversammlung 1786 wurde er zum Generalsekretär gewählt. Er war bekannt für seine Predigten und die Abhaltung von Dienstagskonferenzen.

1788 wurde er zum Leiter des Seminars St. Firmin ernannt (früher Bons Enfants). Nach der französischen Revolution verfasste er mehrere vielbeachtete Schriften gegen den Eid des Klerus auf die französische Zivilverfassung.

Am 3. September wurde er zusammen mit 72 anderen Priestern Opfer eines Massakers an Priestern, die den Eid auf die französische Zivilverfassung verweigert hatten. Er wurde aus dem Fenster des Seminars gestürzt.

Seligsprechung: 17. Oktober 1926 durch Papst Pius XI.

Jean-Henri Gruyer, CM

Priester der Congregation der Mission, Martyrer der französischen Revolution

*  1734 in Dole in der Diözese Besancon, Frankreich
† 3. September 1792 in Paris, Frankreich

Gedenktag: 3. September

Biographie

Jean-Henri Gruyer wurde 1734 in Dole in der Diözese Besancon geboren. Nachdem er zum Priester der Diözese Saint-Claude geweiht worden war, trat er 1771 in die Congregation der Mission ein. Nach seinem ersten Jahr im Priesterseminar wurde er in das Haus der Lazaristen nach Angers versetzt. Ein Jahr später kam er dann für zehn Jahre nach Versailles zunächst in das Haus Notre Dame versetzt, später in das Haus St. Louis auch in Versaille.

Am 27. April 1791 wurde die Pfarrei Saint Louis von Priestern übernommen, die den Treueid zur bürgerlichen Verfassung des Klerus geleistet hatten, die verfügte, dass der Papst in Frankreich keine Autorität habe und die Wahl von Bischöfen und Priestern durch Bürgergremien vorsah. Zu dieser Zeit kehrte Gruyer in die Diözese Besançon zurück.

Anfang August 1792 reiste er nach Versaille und am 12. oder 13. August weiter nach Paris. Dort bat er im Seminar St. Firmin um Unterkunft. Am 13. August 1792 wurde das Seminar St. Firmin unter Bewachung gestellt, so dass jeder im Haus zum Gefangenen wurde.

Am 3. September 1792 wurde er Opfer des Massakers französischer Revolutionäre im Haus St. Firmin in Paris.

Seligsprechung: 17. Oktober 1926 durch Papst Pius XI.

Pierre-René Rogue, CM

Priester der Congregation der Mission, Martyrer der französischen Revolution

* 1758 in Vannes in der Betagne, Frankreich
† 3. März 1796 in Vannes, Frankreich

Gedenktag: 3. September

Biographie

Pierre-René Rogue wurde 1758 in Vannes in der Betagne geboren. Seinen gesamten Priesterdienst übte er in seiner Vaterstadt aus. 1782 wurde er zum Priester geweiht und zum Kaplan eines Altenheims ernannt. 1786 trat er in die Congregation der Mission ein. Er wurde zum Theologie-Lehrbeauftragten im Seminar in Vannes ernannt.

Als 1791 die Unruhen der französischen Revolution Vannes erreichten, sollten auch hier Priester den Eid auf die Verfassung leisten. Am 20. Februar 1791 wurden deshalb einige Priester von den Zivilbehörden einberufen, darunter auch der Obere von Pierre-René Rogue. Diese Priester leisteten den Eid. Als Pierre-René Rogue davon erfuhr, legte er seinem Vorgesetzten dar, welchen Schaden er damit anrichten würde, wenn bekannt würde, dass der Leiter des Seminars den Eid auf die Verfassung geschworen habe. Er diktierte seinem Vorgesetzten einen Brief, in dem dieser mitteilte, dass er es sich anders überlegt habe und den Eid auf die Verfassung nicht leisten werde. Als diese Nachricht unter den Priestern der Diözese bekannt wurde, zogen die meisten von ihnen ebenfalls ihre Zustimmung zurück und nur ein einziger Priester in Vannes leistete den Eid.

Am 20. April 1791 wurde der Seminarbetrieb in Vannes verboten und das Seminar enteignet und zum Verkauf angeboten. Pierre-René arbeitete als Pfarrer in Vannes weiter.

1795 spitzte sich die Lage für die Priester, die nicht den Eid auf die Verfassung geschworen hatten zu und Pierre-René Rogue musste sich verstecken. Auch das Haus seiner Mutter wurde ständig überwacht, weil man hoffte ihn dort bei einem Besuch der Mutter gefangen nehmen zu können.
Am Heiligabend 1795, als er einem Kranken die Krankensalbung spendete, wurde er von einem Mann verraten, für den seine Mutter Arbeit besorgt hatte und den sie auch finanziell unterstützte.

Unter dem Vorwurf die verschiedenen Eide auf die Verfassung nicht geleistet und verbotener Weise seinen priesterlichen Dienst ausgeübt zu haben, wurde er zum Tod durch die Guillotine verurteilt.

Am 3. März 1796 wurde das Urteil vollstreckt.

Seligsprechung: 1934 durch Papst Pius XI. (Vor der Liturgiereform wurde sein Gedenktag am 3. März gefeiert.)

Jean Charles Caron, CM

Priester der Congregation der Mission, Martyrer der französischen Revolution

* 30. Dezember 1730 in Auchel (Pas de Calais), Frankreich
† 3. September 1792 in Paris, Frankreich

Gedenktag: 3. September

Biographie

Jean Charles Caron wurde in Auchel in der Diözese Boullogne in einer kinderreichen Familie geboren.Seit 1682 wirkten die Lazaristen im Priesterseminar der Diözese Boullogne und ab 1697 predigten sie dort Missionen. Jean Charles Caron besuchte die Dorfschule seines Heimatortes. Nachdem er einen Teil seines Sekundarstudiums absolviert hatte trat er am 9. Oktober 1750 in die Congregation der Mission ein. Am 10. Oktober 1752 legte er Gelübde ab.

Nach der Priesterweihe 1759 wurde er in die Pfarrei St. Louis in Versaille versetzt.
Am 3. September 1792 wurde er ein Opfer des Priestermassakers in St. Firmin.

Seligsprechung: 17. Oktober 1926 durch Papst Pius XI.

Nicholas Colin, CM

Priester der Congregation der Mission, Martyrer der französischen Revolution

* 12. Dezember 1730 in Grenant, Diözese Langres, Frankreich
† 3. September 1792 in Paris, Frankreich

Gedenktag: 3. September

Biographie

Nicholas Colin wurde am 12. Dezember 1730 in Grenant in der Dizöse Langres geboren. Am 20. Mai 1747 trat er in die Congregation der Mission ein und legte am 21. Mai 1749 seine Gelübde ab.

Von 1754 bis 1770 arbeitete er 16 Jahre lang in der Pfarrei Saint Louis in Versaille. 1770 übernahm er auf Drängen des Bischofs von Langres die Pfarrei Genevrières.
Als er in der französischen Revolution den Eid auf die Verfassung schwören sollte, tat er das mit Vorbehalt und schwor nur auf die Artikel, die nicht die geistliche Autorität des Papstes in Frage stellten. Die Revolutionäre sahen diesen Eid als ein Vergehen an der Verfassung an und ersetzten Nicholas Colin durch einen Priester der den Treueeid auf die Zivilverfassung geschworen hatte.

Bevor er seine Pfarrei Genevrières verließ veröffentlichte er eine Broschüre in der er das Vorgehen der Revolutionäre und die Verbrechen, die sie im Namen der Verfassung verübten aufs schärfste verurteilte.

Anfang 1791 verließ er Genevrières und ging nach Paris ins Seminar St. Firmin. Dort erlitt er am 3. September mit seinen Mitbrüdern das Martyrium.

Seligsprechung: 17. Oktober 1926 durch Papst Pius XI.